Hunde, Ratgeber

Ist ein Dackel ein Anfängerhund?

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In unserem heutigen Artikel widmen wir uns ganz dem Thema Dackel. Dackel gehören zu den beliebtesten Hunderassen in Deutschland. Nicht zu unrecht, so sind Dackel wunderbare Wesen und einfach tolle Familienmitglieder. 

Heute wollen wir ganz auf das Wesen eines Dackels eingehen und klären, ob sich Dackel auch für Anfänger eignen. Bei einigen Hunderassen gibt es immer wieder viele und unterschiedliche Gerüchte, welche einem oft mit Unsicherheiten zurücklassen. Auch bei Dackeln finden wir immer wieder Aussagen, bei denen man sich vielleicht zweimal überlegt, ob man sich einen Dackel zulegen sollte oder nicht. So findet man zum Beispiel Aussagen wie: „Dackel sind schwer erziehbar“, „Dackel sind nichts für Anfänger“ etc. 

Dieser Beitrag richtet sich vor allem an Hunde-oder auch mögliche Dackelneubesitzer. Gemeinsam werden wir uns die Charakterzüge der Dackel anschauen und auch schauen, in wiefern ein Dackel für Anfänger geeignet ist und in wie weit nicht. Um das Ganze abzurunden, geben wir dir ein paar Tipps mit an die Hand, damit du auch als Anfänger von den tollen Charaktereigenschaften eines Dackels profitieren kannst.

Kurz und knapp lässt sich sagen, dass ein Dackel auch als Anfängerhund gehalten werden kann. Wichtig ist, dass man von Anfang an die Erziehung konsequent gestaltet. Tut man das, dann ist auch ein Dackel ein perfekter Hund für Anfänger.

Mit welchen Dackel-Eigenschaften muss ein Anfänger rechnen?

Wie auch bei uns Menschen ist jeder Hund anders und jeder Hund hat einen anderen Charakterzug. Nichts desto trotz gibt es rassenspezifische Merkmale und Charakterzüge, die das Wesen des jeweiligen Hundes teilweise stark beeinflussen. In diesem Abschnitt möchten wir dir typische Charakterzüge von Dackeln näher bringen. Wenn man weiß, was für Charakterzüge eine Hunderasse hat, kann man zum einen besser einschätzen was auf einen zukommt und zum anderen weiß man, ob dieser Hund zu einem passt. 

Im Allgemeinen sind Dackel dafür bekannt, dass sie mutig, selbstbewusst und vor allem selbstständig sind. Dackel wurden früher vor allem für die Jagd gezüchtet und zwar vor allem für die Jagd unter der Erde. Deshalb auch der englische Name „Dachshund“. Denn früher wurden vor allem Dachse unter der Erde gejagt. Dieser Jagdinstinkt ist bis heute noch im Dackel geblieben, weshalb die meisten Dackel einen ausgeprägten Jagdinstinkt mitbringen. 

Dadurch, dass Dackel früher auf der Jagd auf sich alleine gestellt waren, mussten sie lernen selber Entscheidungen zu treffen. Diese Eigenschaft ist den Dackeln bis heute geblieben und auch einer der Gründe, warum Dackel als stur bezeichnet werden. Hierbei handelt es sich aber meiner Erfahrung nach nicht um ein „mit dem Kopf durch die Wand-Verhalten“. Ich empfand es immer eher als ein Austesten. Wenn wir unserer Dackeldame aber gezeigt haben, was wir wollten und das wir auch darauf bestanden, hat sie irgendwann aufgehört zu diskutieren und es gab auch keine Widerworte mehr :o) 

Anfänger sollten Dackel als Welpen holen

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Wie du weiter oben gesehen hast, sind Dackel sehr selbstständig und haben kein Problem damit Entscheidungen selber zu treffen. Dies hat natürlich Einwirkungen auf das Bindungsverhalten des Dackels zu seinem Herrchen. 

Damit ein Dackel von Anfang an lernt, dass das Herrchen oder Frauchen der Chef von allem ist, ist die Erziehung vom Welpenalter an sehr wichtig.

Gerade Anfänger profitieren davon, wenn sie sich einen Dackel vom Welpenalter an holen. Dies ermöglicht dir, bewusst Einfluss auf die Entwicklung deines Dackels zu nehmen und ihm von Anfang an konsequent Regeln aufzustellen. 

Natürlich ist es immer am besten, wenn man sich Tierheimhunde holt. In diesem Fall raten wir davon ab, da Tierheimhunde schon durch ihre vorherigen Besitzer geprägt und ggf. Auch nicht erzogen wurden. Anfänger, die noch nicht so viele Erfahrung mit selbstbewussten Hunden haben, könnten dabei an ihre Grenzen stoßen. Wenn ein Hund merkt, und das gilt nicht nur für Dackel, dass das Herrchen keine Führungsqualität hat, dann übernimmt der Hund die Führung. Das kann zum Beispiel dazu führen, dass der Hund die ganze Zeit andere Menschen anbellt. 

Doch wenn man sich einen Dackel als Welpe holt und ihm von Anfang an Regeln aufzeigt, dann lernt der Dackel automatisch wo sein Platz ist. Er wird dadurch seine Eigenschaften und individuellen Charakterzüge nicht verlieren, aber er weiß dann, wo er seinen Platz im Rudel hat. Wenn man das von Anfang an macht, dann ist ein Dackel ein super Hund für Anfänger. 

Anfänger müssen Dackel konsequent erziehen

Eine konsequente Erziehung eines Dackels ist der Schlüssel zum Erfolg. Gerade dadurch, dass der Dackel sehr selbstständig ist und selber Entscheidungen treffen kann, ist er nicht so „abhängig“ von seinem Herrchen wie viele andere Hundearten es sind. 

Wird ein Dackel nicht konsequent erzogen, dann merkt er das sehr schnell und tanzt seinem Halter schnell auf der Nase herum und es kommen negative Charakterzüge zum Vorschein.

Deshalb solltest du, egal ob Hundeanfänger oder nicht, deinem Dackel von Anfang an klare Regeln aufstellen. Diese Regeln sollten auch immer eingehalten werden. Du wirst merken, dass dein Dackel probieren wird, diese Regeln zu umgehen und er wird dich testen. 

Gibst du ihm nach, merkt sich dein Dackel das sofort und weiß auch, dass du in deinem Sagen und Handeln nicht konsequent bist. Nicht konsequent sein bedeutet, dass du Dinge auch mal durchgehen lässt. Genau das darfst du bei einem Dackel nicht machen. Glaub mir, Dackel sind stur und haben Ausdauer….und genau davon musst du mehr haben.

Was bedeutet konsequente Erziehung?

n diesem Beitrag reden wir sehr viel von konsequenter Erziehung. Das hört sich für dich wahrscheinlich beim ersten Lesen logisch an, aber als Hundeanfänger hat man häufig keine genaue Vorstellung davon, was konsequent bedeutet. 

Deshalb möchte ich dir ein paar Beispiele nennen, damit du ein Gefühl davon bekommst, was wir mit konsequenter Erziehung bzw. Regelaufstellung meinen.

Lass mir dir ein typisches Beispiel geben. Du sitzt mit deiner Familie am Tisch und ihr esst. Zu Beginn habt ihr vorgehabt, eurem Dackel beizubringen, dass er auf seinem Kissen bleiben muss, wenn ihr esst. In den ersten Tagen habt ihr das auch durchziehen können. 

Doch nach ein paar Tagen erweichen euch die lieben Augen eures Dackels, ihr bekommt Mitleid und denkt sowas wie „Ach, der arme Hund. Jetzt muss er da ganz alleine sitzen bleiben und zusehen wie wir essen“. Nach kurzer Zeit erweichen euch diese lieben Dackelaugen und ihr lasst den Dackel zu euch an den Tisch kommen.

Auch das Füttern am Tisch wolltet ihr zu Beginn komplett unterlassen. Doch auch hier seht ihr diese lieben, treuen und „leidenden“ Augen und auch hier wird euer Herz erwärmt und schwups….wie von Zauberhand fällt ein Stück Wurst vom Teller auf den Boden.

Das ist nur ein Beispiel, wie sich eine nicht-konsequente Erziehung bemerkbar macht. Auch wenn ich die guten Absichten dahinter verstehe und bestimmt jeder sich schon von lieben Hundeaugen hat erweichen lassen, so kann sich das bei Hunden wie dem Dackel mit der Zeit negativ auswirken.

Denn jetzt weiß euer Dackel, dass ihr nicht konsequent bleibt und er nur lange genug „quengeln“ muss. Glaubt mir, euer Dackel wird euch testen. Wenn ihr also das nächste Mal nicht auf die lieben Augen aufmerksam werden sollten, dann werden Geräusche wie Fiepen, Bellen o.Ä. dazukommen. 

Gibt es jetzt immer mehr Situationen, in denen ihr eurem Dackel etwas befehlt/sagt, ihr euch aber erweichen lasst und euer Dackel im Endeffekt nicht das machen muss, was ihr ihm vorher befohlen habt, so wird euer Dackel über kurz oder lang die Rudelführung übernehmen. Als Konsequenz kann es zum Beispiel dazu kommen, dass euer Dackel anderen Hunden gegenüber aggressiv wirkt, er sie anbellt oder ähnliche Verhaltensauffälligkeiten zeigt. 

Hundeschulen als Begleiter für Hundeanfänger

Es ist nicht schlimm, wenn man neu in etwas ist und zu Beginn noch nicht so viel Erfahrung hat. Man muss nicht alles sofort super können und dazu gehört auch die Hundeerziehung. Damit gerade Hundeanfänger unterstützt und ihr Hund quasi auf den „richtigen Weg“ gebracht wird, gibt es Hundeschulen. 

Hier kannst du lernen, wie du einen Hund konsequent aber auch artgerecht Regeln aufweist. Durch regelmäßige und aktive Übungen wird dein Hund gefordert und gleichzeitig auch die Bindung zwischen euch beiden verstärkt. Da diese Hundetraining häufig in Gruppen stattfinden, lernt dein Hund im besten Fall schon im Welpenalter, wie man mit anderen Hunden umgeht.

Dackel sollten früh sozialisiert werden

Eine typische Eigenschaft von Dackeln ist, dass sie ihre Familie, ihr Rudel beschützen. Wenn ein Dackelhalter oder auch gerade ein Hundeanfänger nicht von Beginn an konsequent war, dann weiß der Dackel das und merkt sich das. Die Folge ist, dass der Dackel die „Kontrolle“ über das Rudel übernehmen wird. 

Ist das der Fall, dann kann man häufig beobachten, dass diese Dackel ihr Rudel vor anderen Menschen oder auch anderen Hunden „beschützen“ möchte. Dies kann man zum Beispiel daran sehen, wenn ein Dackel jeden anderen Hund anbellt und davon abhält, seinem Rudel näher zu kommen. 

Damit das nicht passiert profitieren Dackel-Anfänger davon, wenn sie schon früh die Hundeschule besuchen. Das Training in Hundeschulen findet meist in Gruppen mit anderen Teilnehmern und deren Hunden statt. Dies ist eine super Möglichkeit regelmäßig mit mehreren Hunden in Kontakt zu kommen. Auf diese Weise lernt dein Dackel schon im Welpenalter, wie er mit anderen Hunden umzugehen hat und wird sozialisiert. 

Gepaart mit konsequenten Regeln kannst du als Anfänger von den tollen Charaktereigenschaften eines Dackels profitieren und der Dackel wird zu seinem super anfängertauglichen Hund. 

Viel Beschäftigung macht Dackel anfängertauglich

Dieser Punkt ist sehr wichtig, wenn man seinen Dackel artgerecht halten möchte. Dackel gehören von Natur aus zu den Hunden, die viel Energie haben. Je weniger Möglichkeiten ein Hund hat, diese Energie loszuwerden, desto eher können sich daraus Problemhunde entwickeln.

Gerade als Anfänger sollte man darauf achten, dass ma seinen Dackel ausreichend beschäftigt. Hierzu gehört nicht nur die körperliche Beschäftigung, sondern auch die geistige. 

Als körperliche Beschäftigung eignen sich natürlich die täglichen Spaziergänge. Im besten Falle solltest du schon auf zwei Stunden Auslauf pro Tag kommen. Dabei ist es nicht wichtig das am Stück zu machen, aber Dackel wollen sich viel bewegen. Damit du das meiste aus den täglichen Spaziergängen herausholen kannst, kannst du draußen auch Spiele mit deinem Dackel spielen. 

Zum Beispiel verbraucht ein Hund mehr Energie, wenn er mehrmals einem Ball hinterherrennen muss, als wenn ihr nur gemütlich zwei Stunden im Wald spazieren geht. Hier heißt es zum einen kreativ zu sein und zum anderen zu schauen, was dein Dackel mag und was nicht. Unsere Dackeldame konnte zum Beispiel nie etwas mit Bällen anfangen. Allerdings hat sie es geliebt spazieren zu gehen und Suchspiele zu spielen.

Neben der körperlichen Beschäftigung sollte ein Dackel auch immer geistig beschäftigt werden. Da Dackel für die Jagd gezüchtet wurden, haben sie eine äußerst feine Nase und einen sehr guten Geruchssinn. Hier bietet es sich an, regelmäßig mit dem Dackel Suchspiele zu spielen. Am besten ist es, wenn man erst zu Hause damit anfängt und dem Hund beibringt Dinge zu suchen. Anschließend kann man zum Beispiel extra Futterbeutel benutzen, welche man dann draußen im Wald versteckt, die dein Dackel dann suchen muss. 

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